STOPPP fordert ein dringliches Verbot von Einwegplastik

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STOPPP fordert ein dringliches Verbot von Einwegplastik

Grosse Schweizer Studie beweist zunehmende Plastikbelastung an Schweizer Gewässern

(Zürich)(PPS) Der Swiss Litter Report hat bereits im Januar mit seinen Halbjahresresultaten zu Littering an Schweizer Gewässern für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nun ist der gesamte Report publiziert und die Zahlen sind alarmierend. Der Report zeigt, dass die Abfallmengen an Schweizer Gewässern stetig zunehmen und Einwegplastik, sowie Zigarettenkippen nicht nur ein ästhetisches Problem sind, sondern unsere Umwelt stark belasten. Deshalb fordert Stop Plastic Pollution Switzerland, dass auch in der Schweiz ein Verbot bestimmter Einwegplastik-Produkte eingeführt wird.
Häufigkeit der gefundenen Plastik-Abfälle

(DIESE AUFSTELLUNG ENTHÄLT NUR DAS MATERIAL PLASTIK!)

Auf einer durchschnittlichen Fluss- oder Seeuferfläche von 100 m2 (z. Bsp. 5 x 20m) sind monatlich zu finden: 18 Zigarettenstummel, 5 Plastikteilchen (2.5 bis 50cm), 3 Chips- und Süssigkeiten- Verpackungen, 3 Plastikfolien oder industrielle Verpackungen, 2 Styroporstücke (2.5 bis 50cm), 1 kleines Plastiksäckli (z.B. Gemüsesäckli), 1 Wattestäbchen, 1 Plastik von einer Zigarettenverpackung, 1 Plastikdeckel von einer Trinkflasche, 1 Lolli Stick und 10 weitere Abfallgegenstände.
Alarmierende Zahlen

Alarmierend ist nicht nur die Anzahl der gelitterten Gegenstände, sondern auch die Tatsache, dass sich die Abfälle immer mehr akkumulieren, denn die Erhebungen wurden monatlich während eines gesamten Jahres durchgeführt. Es fanden sich trotz kompletter Reinigung der Erhebungsstandorte immer wieder neue Abfälle. Insbesondere Plastikabfälle von Konsumartikeln und Genussmitteln, wie Verpackungen und Zigarettenstummel, stellen für Mensch und Tier eine grosse Gefahr dar. Die Plastikabfälle sind im Wasser um ein Vielfaches toxischer und kontaminieren unsere Gewässer, wie auch die unserer Nachbarländer.

Die durchschnittliche Abfalldichte beträgt 67 Abfallgegenstände pro 100m2. 71% der Gegenstände stammen aus Littering vor Ort und 29 % wurden aus den Gewässern angeschwemmt. Hochrechnungen lassen vermuten, dass über 3 Millionen Plastikteile entlang der grösseren Flüsse und über 4 Millionen Plastikteile an den 100 grössten Seen der Schweiz liegen könnten. Das sind rund 10 Tonnen Abfälle an Flüssen und 13 Tonnen an Seen. Und dies jeden Monat aufs Neue.
Politische Forderungen aufgrund der Gesamtaussage des Reports

In der Schweizer Politik herrscht die Meinung vor, dass Plastikverschmutzung ein Problem der Entwicklungsländer ist, und dies hierzulande vernachlässigbar sei. Der Swiss Litter Report liefert Tatsachen und hilft Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft sich ein Bild der aktuellen Situation der Plastikverschmutzung in der Schweiz zu machen, sowie weitere Studien anzuregen. Die Methodik des Reports lässt einen Vergleich mit anderen EU-Ländern zu. So kann STOPPP die von der EU vorgeschlagene Strategie zur Vermeidung von Plastikverschmutzung, „A European Strategy for Plastics in a Circular Economy“, guten Gewissens empfehlen und ein Verbot von Plastik-Einwegartikeln im Food- und Hygiene-Bereich fordern. Ebenso fordert STOPPP eine Anpassung der Gewässerschutzverordnung, die zukünftig Plastik als Problemstoff für Gewässer einbezieht.

Bild Rechte: © 2018 STOPPP

Kontakt: info@stoppp.org
Webseite: http://stoppp.org/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-07-04T11:49:28+00:00 Kategorien: Baunews|Tags: , , |