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Unverändert tiefer Referenzzins – Senkung 2020 realistisch

Der hypothekarische Referenzzinssatz für die Mieten bleibt auch ab dem 3. Dezember 2019 unverändert bei 1,5%. Bei bestehenden Mietverhältnissen gibt es daher keinen aktuellen Bedarf zur Mietzinsanpassung. Aufgrund der extrem hohen Anzahl leerstehender Wohnungen erwarten Fachleute für 2020 allerdings sinkende Anfangsmieten.

HEV Immobilienumfrage: Wohneigentum wird weiterhin teurer

Der HEV Schweiz befragte über 200 Experten zu ihren Erwartungen für den Immobilienmarkt. Sie erwarten eine Fortsetzung der bereits bekannten Trends: Wohneigentum wird nochmals teurer, während die Mieten weiterhin sinken. Trotzdem bleiben Renditeobjekte begehrt.

Abschaffung der Eigenmietwertsteuer erneut verzögert

Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) hält den Ball im Spiel, ohne aufs Tor zu schiessen: Sie ist zwar formell auf die Revision für einen Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung eingetreten, hat aber nach wie vor keine konkrete Gesetzesvorlage zuhanden des Ständerates verabschiedet. Für den HEV Schweiz ist es bedauerlich, dass sich die Kommission nach über zweieinhalb Jahren Abklärungen noch immer nicht auf eine Vorlage einigen konnte.

Nein zur Mieterverbandsinitiative – HEV unterstützt Kampagne

Am 9. Februar 2020 stimmen wir über die Mieterverbandsinitiative ab. Die Forderungen der Initianten bedeuten quasi eine Verstaatlichung des Schweizer Wohnungsmarktes. Der HEV Schweiz lehnt die Initiative ab und unterstützt die Gegenkampagne „Nein zur Mieterverbandsinitiative“.

Eigenmietwert-Abschaffung nicht auf die lange Bank schieben

Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) hat die Bundesverwaltung mit der Auslotung der im Vernehmlassungsverfahren umstrittenen Eckpunkte für einen Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung beauftragt. Der HEV Schweiz hält dezidiert fest, dass die Revision damit nun nicht auf die lange Bank geschoben werden darf.

Nutzungen ausserhalb des Baugebiets

Die Mehrheit der vorberatenden Kommission des Nationalrates (UREK-N) will nicht auf die Vorlage des Bundesrates zur Revision des Raumplanungsgesetzes (RPG2) eintreten. Der HEV Schweiz bedauert diesen Entscheid. Das Bauen ausserhalb der Bauzonen ist von grosser politischer Brisanz. Die entsprechenden Bestimmungen sind geprägt von einer Vielzahl komplizierter Einzelinteressen. Deshalb ist eine Gesamtschau für eine umfassende Abwägung der Interessen an Schutz und Nutzung erforderlich. Die Revision bietet hierfür eine Chance.

Wohneigentümer bezahlen einiges mehr als nur Hypothekarzinsen

Beim Vergleich der Wohnkosten von Mietern und Wohneigentümern dürfen nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Es greift deutlich zu kurz, wenn der Nettomiete nur die Hypothekenkosten gegenübergestellt werden. Zu den Hypothekarzinsen hinzu kommen bei den Wohneigentümern noch die Kosten für Amortisation, Unterhalt, Gebühren und Steuern. Rechnet man dies alles ein, ist Mieten unter dem Strich günstiger als Wohneigentum.

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