Warum das Metall für die Energiewende und Stromnetze so wichtig ist
(djd). Der weltweite Abschied von fossilen Rohstoffen und die Hinwendung zu erneuerbaren Energien sind in vollem Gange. Viele Staaten rund um den Globus investieren massiv in den Ausbau klimafreundlicher Technologien. Eine oft unterschätzte, aber zentrale Rolle spielt dabei ein bewährter Werkstoff: Kupfer. Seit den ersten Stromnetzen, als Thomas Edison 1882 in Manhattan Kupferkabel verlegen ließ und Berlin in den 1880er-Jahren mit Elektrifizierungsprojekten begann, bildet das Metall die Grundlage für Elektrifizierung. Auch heute ist Kupfer unverzichtbar, etwa für Stromleitungen, Ladeinfrastruktur oder erneuerbare Energieanlagen. Der Ausbau moderner Verteilernetze ist eine entscheidende Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende und ohne Kupfer kaum denkbar.
Steigende Nachfrage nach einem strategischen Rohstoff
Mit dem globalen Ausbau von Stromnetzen und erneuerbaren Energien wächst die Nachfrage nach Kupfer deutlich. Prognosen gehen davon aus, dass der jährliche Bedarf von rund 28 Millionen Tonnen in den kommenden Jahren auf über 40 Millionen Tonnen steigen könnte. Entsprechend wird Kupfer in einigen Regionen bereits als „kritischer Rohstoff“ eingestuft, unter anderem von S&P Global sowie im europäischen „Critical Raw Material Act“. Doch die Experten des Kupferverbands weisen darauf hin, dass weltweit weiterhin große Vorkommen vorhanden sind. Die bereits bekannten Reserven belaufen sich auf etwa 1.000 Millionen Tonnen. Darüber hinaus werden identifizierte und bislang unentdeckte Vorkommen auf rund 5.600 Millionen Tonnen geschätzt. Damit ist auf absehbare Zeit ausreichend Material vorhanden, um den steigenden Bedarf zu decken. Neben den geologischen Vorkommen sind auch Förderung, Verarbeitung und Recycling von Bedeutung. Unter www.kupfer.de finden Interessierte weitere Informationen rund um die Bedeutung und Zukunft des Metalls.
Recycling sichert nachhaltige Versorgung
Ein weiterer entscheidender Vorteil von Kupfer liegt in seiner nahezu unbegrenzten Wiederverwertbarkeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Materialien kann Kupfer ohne Qualitätsverlust immer wieder recycelt werden. Ist es einmal im Wertstoffkreislauf angekommen, bleibt es dauerhaft nutzbar. Bereits heute wird in Europa etwa die Hälfte der Kupfernachfrage durch Recycling gedeckt – ein Anteil, der künftig weiter steigen dürfte. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: Kupfer trägt nicht nur zur Energiewende bei, sondern unterstützt auch eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Damit wird deutlich: Recycling trägt dazu bei, die Versorgung mit Kupfer langfristig zu stabilisieren und den Rohstoff effizienter zu nutzen.
Foto: djd/Kupferverband/Brixlegg/Stefan Fürtbauer/Pixabay/laurensde









