So lässt sich eine Fußbodenheizung auch im Altbau platzsparend nachrüsten

(djd). Bei der Sanierung im Bestand stehen Themen wie Energieeffizienz und Wärmewende im Mittelpunkt. Der Wechsel von fossilen Energieträgern zu einer Wärmepumpe trägt dazu bei, Heizkosten zu senken und dabei von staatlichen Zuschüssen zu profitieren. Allerdings arbeiten Wärmepumpen besonders effizient in Verbindung mit Flächenheizungen, etwa im Fußboden – eine Ausstattung, über die ältere Eigenheime meist nicht verfügen. Ein nachträglicher Einbau scheitert oft an einer nicht vorhandenen Raumhöhe. Die Sanierung eines Eigenheims in Alsdorf (Nordrhein-Westfalen) zeigt, wie sich ein schlanker Aufbau verwirklichen lässt.

Nachrüstung mit geringer Aufbauhöhe

Das 1993 erbaute Eigenheim wurde bislang mit einer Ölheizung beheizt. Die neuen Eigentümer wünschten sich den Wechsel auf eine moderne Wärmepumpe. Da ohnehin alle Bodenbeläge im Haus erneuert werden sollten, fiel die Entscheidung auf eine vollständige Fußbodensanierung inklusive Flächenheizung. Möglich wurde das durch eine Sonderkonstruktion, die bei den Rohrleitungen eine nur geringe Estrichüberdeckung zulässt. Nach dem Rückbau der alten Böden erhielten die Bodenplatte und Stahlbetondecken eine jeweils zwei Zentimeter starke Wärmedämmung sowie eine Tackerplatte mit Wärme- und Trittschalldämmung als Grundlage für die Heizschleifen. Bei der Planung des Aufbaus fiel die Wahl auf den faserarmierten Dünn-Heizestrich weber.floor 4180 von Saint-Gobain Weber. Das fließfähige Material eignet sich für Sanierungsprojekte, da es im Vergleich zu konventionellen Zementestrichen mit geringeren Schichtdicken auskommt.

Nie mehr kalte Füße

Beim Bodenbelag entschied sich der Eigentümer für geklebtes Stabparkett, das mit lediglich 10,5 Millimetern zur geringen Gesamtaufbauhöhe des Bodens beiträgt. Die Fußbodenheizung darunter ermöglicht nicht nur ein effizientes Heizen, die Strahlungswärme wird von vielen auch als besonders angenehm und behaglich empfunden. Auch kalte Füße gehören für die Bewohner damit endgültig der Vergangenheit an. Neben den knappen Höhenreserven sind für viele Immobilienbesitzer die Kosten ein entscheidender Faktor bei der Modernisierung. Im Falle des Einfamilienhauses in Alsdorf überzeugt die dünnschichtige Konstruktion sowohl technisch mit guten Werten hinsichtlich Trittschall- und Wärmedämmung und Wärmeleitfähigkeit als auch mit einer wirtschaftlichen Modernisierung. 

Foto: djd/Saint-Gobain Weber/Lars Behrendt

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