Versteckte Mängel können teuer werden – Baukontrollen geben Sicherheit
(djd). Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit großer Vorfreude. Doch die Realität auf vielen Baustellen ist weniger erfreulich: Planungs- und Ausführungsfehler gehören beim Neubau nach wie vor zum Alltag. Untersuchungen des Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB) zeigen, dass bei privaten Neubauprojekten regelmäßig Mängel festgestellt werden. Die aktuelle Studie zur Bauqualität dokumentierte im Durchschnitt sogar 31 Mängel pro Bauvorhaben – von Fehlern bei der Abdichtung über Mängel an der Wärmedämmung bis hin zu Problemen im Innenausbau. „Mängel am Bau sind kein Ausnahmefall, sondern leider eher die Regel“, erklärt BSB-Pressesprecher Erik Stange. Für Bauherren ist das zunächst eine ernüchternde Nachricht. Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Viele Probleme lassen sich ohne größere Folgen beheben, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Entscheidend ist nicht nur, ob Fehler auftreten, sondern wie früh sie entdeckt werden.
Frühe Kontrolle spart Geld und Nerven
Je früher ein Baumangel auffällt, desto einfacher und kostengünstiger lässt er sich in der Regel beseitigen. Werden fehlerhafte Ausführungen dagegen überbaut oder erst nach dem Einzug sichtbar, können die Nachbesserungen erheblichen Aufwand verursachen. Fachleute empfehlen deshalb eine unabhängige baubegleitende Qualitätskontrolle. Dabei überprüft ein erfahrener Sachverständiger die Arbeiten in wichtigen Bauphasen und dokumentiert mögliche Mängel, bevor daraus größere Schäden entstehen. Für private Bauherren bietet eine solche Begleitung gleich mehrere Vorteile: Sie erhalten eine fachkundige Einschätzung der Bauqualität, können ihre Rechte gegenüber den ausführenden Unternehmen besser wahrnehmen und gewinnen zusätzliche Sicherheit bei wichtigen Entscheidungen. Unter www.bsb-ev.de gibt es dazu ausführliche Informationen, Studien und Verbrauchertipps rund um den Hausbau.
Qualität statt Streit auf der Baustelle
Viele Bauherren scheuen sich zunächst, externe Experten einzuschalten. Dabei dient eine unabhängige Qualitätskontrolle nicht der Suche nach Schuldigen, sondern der Sicherung eines mangelfreien Bauwerks. Sie schafft Transparenz, erleichtert die Kommunikation zwischen Bauherren und ausführenden Unternehmen und sorgt dafür, dass Qualitätsanforderungen von Anfang an im Blick bleiben. Davon profitieren letztlich alle Beteiligten: Bauherren erhalten die vertraglich geschuldete Leistung, Handwerksbetriebe gewinnen Klarheit über mögliche Nachbesserungen und unnötige Konflikte lassen sich häufig vermeiden. Es lohnt sich also, nicht nur auf die Schlussabnahme zu vertrauen.
Foto: djd/Bauherren-Schutzbund/Getty Images/Manchan




