Bei der Einrichtung eines Home-Wellness-Bereichs geht es nicht nur um schöne Möbel und Geräte. Entscheidend sind Raumklima, Materialien, Beleuchtung, Technik und eine angenehme Atmosphäre.

Worauf sollte man achten?

1. Raum und Platzbedarf

  • Ausreichend Bewegungsfläche einplanen
  • Gute Erreichbarkeit von Dusche und WC
  • Bei Sauna, Dampfbad oder Whirlpool genügend Abstand und Installationsraum berücksichtigen
  • Eine gute Belüftung ist besonders wichtig

2. Feuchtigkeit und Raumklima

  • Wasserdichte bzw. feuchtigkeitsbeständige Materialien verwenden
  • Wände und Böden fachgerecht abdichten
  • Leistungsfähige Lüftung bzw. Entfeuchtung vorsehen
  • Schimmelbildung durch dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden

3. Boden und Wände

  • Rutschhemmende Bodenbeläge wählen
  • Fliesen, Naturstein oder geeignete fugenarme Oberflächen eignen sich gut
  • Bei Holz auf speziell für Feuchträume geeignete Holzarten und Oberflächen achten

4. Beleuchtung

  • Warmes, dimmbares Licht schafft eine entspannte Atmosphäre
  • Indirekte Beleuchtung kann besonders angenehm wirken
  • In Nassbereichen müssen Leuchten für den jeweiligen Einsatzbereich geeignet sein
  • Tageslicht ist ideal, sollte aber mit Sichtschutz kombiniert werden können

5. Sauna, Dampfbad & Co.
Je nach Ausstattung müssen Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse frühzeitig geplant werden. Bei Sauna und Dampfbad sind zudem Wärme- bzw. Dampfschutz und eine geeignete Lüftung wichtig.

6. Dusche
Eine großzügige Wellnessdusche kann mit verschiedenen Strahlarten, Regendusche und Handbrause ausgestattet werden. Auch eine bodengleiche Dusche mit rutschhemmendem Belag ist sinnvoll.

7. Entspannung
Für den eigentlichen Wellnesscharakter sorgen beispielsweise:

  • bequeme Liege oder Relaxsessel
  • Handtuch- und Bademantelaufbewahrung
  • dezente Farben
  • natürliche Materialien
  • Pflanzen, sofern sie für das Raumklima geeignet sind
  • Musik oder ein unaufdringliches Soundsystem

8. Technik und Sicherheit
Elektroinstallationen müssen in Nassbereichen besonders sorgfältig geplant werden. Je nach Ausstattung sind Schutzbereiche, geeignete Geräte und FI-/RCD-Schutz zu berücksichtigen. Bei Sauna, Whirlpool oder Dampfbad sollte die Planung durch entsprechende Fachleute erfolgen.

9. Energie und Nachhaltigkeit
Bei einem regelmässig genutzten Wellnessbereich lohnt es sich, auf energieeffiziente Geräte, eine gute Dämmung und eine bedarfsgerechte Lüftung zu achten. Auch wassersparende Armaturen können den Verbrauch reduzieren.

10. Frühzeitig planen
Am besten wird der Wellnessbereich bereits bei der Hausplanung oder Renovation berücksichtigt. Anschlüsse für Strom, Wasser, Abwasser, Lüftung und gegebenenfalls Heizung lassen sich dann wesentlich einfacher integrieren.

Kurz gesagt: Ein guter Home-Wellness-Bereich verbindet Komfort, Feuchteschutz, Sicherheit, gutes Raumklima und stimmungsvolle Gestaltung. Besonders bei Sauna, Dampfbad und Whirlpool sollte die technische Planung nicht unterschätzt werden.

Bilder Adobe Stock

 
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