Planung

Augen auf bei der Hausbesichtigung

Mythen rund um den Kauf einer Immobilie – was ist wirklich dran?

(djd). Der Kauf eines Eigenheims ist eine höchst emotionale Angelegenheit: Schließlich will man sich in dem Haus über viele Jahre mit der Familie wohlfühlen. Doch neben „weichen“ Faktoren sollte man bei der Auswahl des Traumhauses die Sachargumente nicht vernachlässigen: Größe, Grundriss, Lage, alles sollte möglichst gut die eigenen Erwartungen erfüllen. Wichtig ist es zudem, gerade beim Kauf älterer Häuser die Bausubstanz und die Energieeffizienz genau unter die Lupe zu nehmen. Im Folgenden geht es um häufige Mythen rund um den Immobilienkauf – und darum, was tatsächlich von diesen Vorurteilen zu halten ist.

Augen auf bei Schimmel

„Ein bisschen Schimmel ist nicht schlimm“, so ist immer wieder zu hören. Experten widersprechen deutlich: „Schon kleine Schimmelherde können die Gesundheit gefährden – besonders groß sind die damit verbundenen Risiken für Kinder, ältere Menschen und Allergiker“, betont der Brillux-Experte und technische Berater Jan Osterkamp. Deshalb sollte man bei der Hausbesichtigung jeden Raum gründlich auf Schimmel überprüfen und vor allem typische Schwachstellen beispielsweise rund um die Fenster oder im Badezimmer in den Blick nehmen. „Risse oder Abplatzungen an der Fassade sowie feuchte Stellen rund um die Fenster sind Warnsignale“, so Jan Osterkamp. Sind Mängel sichtbar, sollte man vor dem Kauf auf eine Ausbesserung drängen oder diese selbst am besten mit einem Malerfachbetrieb in die Hand nehmen. Dazu eignen sich spezielle Schimmelschutzfarben, unter www.brillux.de etwa gibt es mehr Infos sowie Ansprechpartner im örtlichen Handwerk.

Nicht nur der erste Eindruck zählt

Liebe auf den ersten Blick? Ein positiver Eindruck einer Immobilie ist zwar sympathisch, kann aber keinesfalls eine gründliche Besichtigung ersetzen. Tipp: Eine Checkliste nutzen oder einen Experten hinzuziehen, um kritische Bereiche wie Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Wasserleitungen und Elektrik hinsichtlich des möglichen Sanierungsbedarfs unter die Lupe zu nehmen. So lassen sich spätere unangenehme Überraschungen vermeiden.

Wärmedämmung – nicht nur im Neubau

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf älterer Gebäude ist zudem die Energieeffizienz – denn sie beeinflusst direkt die laufenden Kosten etwa fürs Heizen. Eine Wärmedämmung sollte daher nicht nur für Neubauten eine Selbstverständlichkeit sein, so Experte Osterkamp: „Gerade bei Altbauten ist eine nachträgliche Fassadendämmung sinnvoll und bringt neben Energieeinsparungen auch einen Schimmelschutz mit sich.“ Ein gängiges, aber falsches Vorurteil lautet, dass gedämmte Fassaden stets gleich aussehen. Tatsächlich aber gibt es heute zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, zu denen das Handwerk vor Ort beraten kann.

Foto: djd/Brillux/Magda Lojewska /Guido Erbring

Jürg Westreicher

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