| Basel, 29.08.2025 – Heute wurden die neuen Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) 2025 publiziert. Minergie diente dabei erneut als Wegbereiter: Vorgaben, die Minergie in den letzten Jahren vorgelebt hat, wurden in die MuKEn 2025 übernommen. Um das gute Zusammenspiel zwischen Minergie und kantonaler Gesetzgebung weiterzuführen, verschärft Minergie Anfang 2026 einzelne Grenzwerte. |
| Die MuKEn dienen den Kantonen als Vorlage für kantonale Gesetzgebungen und sorgen für eine Harmonisierung. Dank den MuKEn wurde der Baustandard in der Schweiz in den letzten drei Jahrzehnten wesentlich energieeffizienter, erneuerbarer und klimafreundlicher – dabei war Minergie ein stetiger Wegbereiter.
So auch bei den MuKEn 2025: Einige Neuerungen, die die Konferenz kantonaler Energiedirektoren heute Nachmittag bekanntgegeben hat, wurden in den letzten Jahren bereits bei Minergie-Gebäuden angewendet. «In enger Zusammenarbeit mit den Kantonen entwickelt Minergie Anforderungen und «testet» sie bei Minergie-Gebäuden. Sobald sie erprobt und in der Breite anwendbar sind, können sie vom Gesetz übernommen werden», sagt Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter von Minergie. Das gute Zusammenspiel widerspiegelt sich unter anderem in der Tatsache, dass Minergie und der GEAK neu von der MuKEn als System-Nachweis für die Gesamtenergieeffizienz anerkannt werden. Die MuKEn lässt damit ein neues, für viele Projekte flexibleres und einfacheres Nachweisverfahren zu. Ganz neu bei den MuKEn 2025 ist das Thema Treibhausgasemissionen in der Erstellung. Methodik und Grenzwerte wurden eins zu eins von Minergie übernommen. Damit Minergie seine Vorreiterrolle beibehalten kann, werden die Minergie-Grenzwerte für Treibhausgasemissionen in der Erstellung bald verschärft. «So ist die Baubranche weiterhin gefordert, denn der Weg zu Netto-Null ist noch weit», sagt Meyer Primavesi. Das ist eine zentrale Rolle von Minergie: Klare Anreize geben für Bauherrschaften, die weiter als das Gesetz gehen wollen. Wie streng die Minergie-Grenzwerte für die Treibhausgasemissionen in der Erstellung ab 2026 sein werden, ist noch offen. «Sie werden sicher strenger sein als bei den MuKEn 2025, aber weniger anspruchsvoll als beim Zusatz ECO. Auch bei der Eigenstromproduktion sind die MuKEn-Anforderungen verschärft geworden. Minergie liegt bereits heute über den Anforderungen der neuen MuKEn 2025: Alle geeigneten Dachflächen müssen mit einer Photovoltaik-Anlage belegt sein. Ebenso beim Heizwärmebedarf oder beim Monitoring behält Minergie seinen Vorsprung zu den MuKEn. Wichtig zu erwähnen: Minergie adressiert neben Energieeffizienz und Klimaschutz auch den Komfort. Wer heute ein Minergie-Gebäude baut, hat nicht nur im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz klar die Nase vorne, sondern profitiert auch von einem besseren Hitzeschutz und hoher Raumluftqualität. |
Foto. Adobe Stock
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