Inneneinrichtung

Erst planen, dann verschönern

Wie aus einer ersten Idee eine neue Raumgestaltung entsteht

(djd). Der Gedanke an frischen Wind für die eigenen vier Wände stellt sich oft beiläufig ein. Ein gespeichertes Foto, eine Farbkarte aus dem Baumarkt oder eine vage Vorstellung vom neuen Wohngefühl geben den Anstoß, mal wieder die Einrichtung zu verändern. Zwischen ersten Mustern und dem Alltag enden diese Vorhaben jedoch häufig, noch bevor der erste Pinselstrich erfolgt. Was fehlt, ist nicht die Idee, sondern die Motivation zur Umsetzung. Mit etwas Planung und einer klaren Vorstellung vom Ziel lässt sich der Übergang vom Traum zum Tun deutlich einfacher schaffen.

Schritt für Schritt zur Traumeinrichtung

Hilfreich dabei ist es zunächst das gesamte Projekt gedanklich durchzuspielen. Wer sich das Wunschergebnis möglichst genau ausmalt, schafft ein inneres Vorher-Nachher-Bild, das den Einstieg erleichtert und beim Dranbleiben hilft. Ein Tipp: Am besten feste Termine im Kalender reservieren und realistisch planen, statt auf den vermeintlich perfekten Moment zu warten. Dazu empfiehlt sich die Aufteilung in kleine, überschaubare Arbeitsschritte. Kanten abkleben, Möbel rücken, Werkzeug bereitlegen: Jeder erledigte Punkt lässt sich abhaken und macht den Fortschritt sichtbar. Pausen und kleine Belohnungen zwischendurch sorgen dafür, dass die Motivation nicht abreißt. Wer sich bei der Farbwahl noch unsicher ist, kann digitale Hilfsmittel nutzen. Mit der kostenlosen Colour Designer App von Schöner Wohnen-Farbe etwa lassen sich Farbtöne virtuell an die eigene Wand projizieren und vor der Entscheidung in Ruhe miteinander vergleichen. 

Moodboard dient als Kompass beim Verschönern

Klarheit über die gestalterische Richtung verschafft ein sogenanntes Moodboard. Auf einer Pinnwand oder digital lassen sich Farben, Materialien, Texturen und Bilder zu einer Collage verbinden. Farbkarten, Stoffmuster, Tapetenreste sowie Fotos aus Zeitschriften und Interior-Blogs finden dort ihren Platz. Die Zusammenstellung zeigt, ob die einzelnen Elemente harmonieren, und dient zugleich als Vorschau auf das spätere Ergebnis. Auch die Abstimmung mit Familie oder Mitbewohnern fällt leichter, wenn eine gemeinsame Vorlage existiert. „Das Moodboard sollte in jedem Fall aufbewahrt werden“, rät Interior-Designerin und TV-Moderatorin Eva Brenner. „Es kann als Installation an die Wand gehängt werden und schöne Erinnerungen an den Gestaltungsprozess hervorrufen. Und irgendwann wird es vielleicht zur Inspirationsquelle für das nächste Projekt.“ Weitere Anregungen und hilfreiche Anleitungen finden sich etwa unter schoener-wohnen-farbe.com oder im Inspirationsbuch „Schöner wohnen beginnt mit Farbe“, das in vielen Bau- und Fachmärkten erhältlich ist

Foto: djd/SCHÖNER WOHNEN-Kollektion

Jürg Westreicher

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