Haustechnik

Mit Wärmepumpen Strom effizient nutzen

Wärmepumpen: Der Schlüssel zur Reduktion des CO2-Ausstosses

Wärmepumpen sind die Motoren des Wandels im Wärmemarkt und spielen eine zentrale Rolle bei der Sanierung fossilbetriebener Heizungen. Mit einer beeindruckenden CO2-Reduktion von 2,65 Tonnen pro 1000 Liter Heizöl stellen sie die umweltfreundlichste Heiz- und Kühltechnologie dar. Ihr geringerer Stromverbrauch und die stetige Weiterentwicklung machen sie zudem universell einsetzbar und wirtschaftlich attraktiv.

Doppelter Effizienzgewinn
Die Grundprinzipien der Wärmepumpentechnologie sind seit über 100 Jahren bewährt, doch technologische Fortschritte haben die Effizienz dieser Systeme in den letzten Jahren erheblich gesteigert. So hat sich der COP-Wert (Coefficient of Performance), der das Verhältnis zwischen aufgenommener elektrischer Energie und erzeugter Wärme beschreibt, verdoppelt. Die kontinuierliche Anpassung der Minimalwerte für das FWS-Gütesiegel durch die europäische Wärmepumpenvereinigung (EHPA) gewährleistet, dass nur hoch effiziente Modelle zertifiziert werden. In der Schweiz begleitet dieses Gütesiegel die Verantwortung für Betriebssicherheit und Energieeffizienz.

Zukunftsperspektiven: 600’000 Wärmepumpen bis 2030
Das Bundesamt für Energie hat die klare Zielsetzung, bis 2030 rund 600’000 Wärmepumpenanlagen zu installieren. Diese Transformation wird den gesamten Stromverbrauch der Schweiz nicht überlasten. Interessanterweise würden diese Wärmepumpen lediglich etwa 6% des gesamtschweizerischen Strombedarfs decken, was im Vergleich zur Standby-Nutzung von Haushaltsgeräten (3,5%) und dem Verbrauch klassischer Elektroheizungen (ca. 10%) minimal ist. Wärmepumpen, die zusammen mit Photovoltaikanlagen betrieben werden, können darüber hinaus kostengünstigen vor Ort produzierten Strom nutzen und fördern die Entwicklung von innovativen Energiesystemen.

Reduktion des CO2-Ausstosses
Der Austausch fossil betriebener Heizungen gegen Wärmepumpen bedeutet einen entscheidenden Schritt zur Reduktion des CO2-Ausstoßes. Mit einer Emission von 2,65 Tonnen CO2 pro 1000 Litern verbranntem Heizöl, sowie einer identischen Situation bei Gasheizungen, ist der Umstieg auf umweltfreundliche Technologien unerlässlich. Dank moderner Entwicklungen können Wärmepumpen mittlerweile auch Hochtemperaturheizungen bedienen, was den Übergang von fossilen Energieträgern zu effizienteren Heizmethoden noch attraktiver macht.

Herausforderungen und Lösungen
Bei der Umrüstung größerer Objekte und Gebäudekomplexe kommt es jedoch auf die richtige Planung an. Entgegen weit verbreiteter Bedenken hinsichtlich Lärmimmissionen können geeignete Modelle ausgewählt werden, um Schallprobleme zu vermeiden. Hersteller bieten eine Vielzahl von Wärmepumpenvarianten an, die sowohl für industrielle Anwendungen als auch für ruhige Wohngebiete optimiert sind. Qualifizierte Installateure und Fachleute sind essenziell, um eine reibungslose Integration der Technologie sicherzustellen.

Fazit
Wärmepumpen ermöglichen nicht nur eine erhebliche Reduktion des CO2-Ausstoßes, sondern transformieren auch den Wärmemarkt in Richtung Nachhaltigkeit und Effizienz. Die Verfügbarkeit innovativer Lösungen und das Engagement aller Beteiligten – von Entwicklern über Installateure bis hin zu Politikern – sind entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen und eine umweltfreundliche Zukunft zu gestalten.

Weitere Informationen unter : https://www.fws.ch/

Jürg Westreicher

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