Garten

So bleibt die Terrasse vor Extremwetter geschützt

Worauf es bei Materialwahl und Befestigung jetzt ankommt

(djd). Gartenfreunde haben es schon längst bemerkt: Hitzeperioden, Starkregen und Stürme treten immer  häufiger auf. Die jährliche Niederschlagsmenge hat sich seit Beginn der Aufzeichnungen um rund neun Prozent erhöht. Damit steigen auch die Anforderungen an Terrassen- und andere Outdoor-Bodenbeläge. Sie müssen heute deutlich mehr Wetterbelastung aushalten als noch vor wenigen Jahrzehnten.

WPC bleibt farb- und formstabil

Wer seine Terrasse langfristig wetterfest gestalten möchte, sollte deshalb neben Optik auch auf robuste Materialeigenschaften achten. Eine bewährte Lösung sind zum Beispiel Dielen aus WPC (Wood Polymer Composite), einem modernen Holzverbundwerkstoff. Das Material verbindet Holzfasern mit Polymeranteilen und gilt als langlebig, formstabil und pflegeleicht. WPC-Dielen sind unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit und lassen sich im Vergleich zu klassischem Holz leichter reinigen. Außerdem entstehen keine Splitter, was den Belag auch barfuß angenehm macht. Gerade bei intensiver Sonneneinstrahlung, Temperaturschwankungen oder längeren Regenphasen zeigt sich der Vorteil eines Werkstoffs, der nicht geölt oder gestrichen werden muss. Moderne WPC-Dielen, etwa aus der Piazza-Familie von Naturinform, sind zudem in zahlreichen Farbnuancen und Oberflächenstrukturen erhältlich. Helle Farbtöne sorgen zudem für eine geringe Hitzeentwicklung bei sonnenexponierten Terrassen, indem sie sich weniger stark aufheizen.

Schutz bei Sturmlagen

Eine oft unterschätzte Gefahr extremer Wetterlagen ist der Windsog, der insbesondere bei Frühjahrs- und Herbststürmen auftritt. Gerade auf Dachterrassen kann Wind Unterdruck erzeugen, der leichte Beläge anhebt oder verschiebt. Besonders leichte Dielenkonstruktionen sind davon betroffen, weil der Wind von unten durch die Belagslage strömt und dort Sogkräfte aufbaut. Nach aktuellem Stand der Technik wird dieser Effekt durch zusätzliche Gewichtsauflasten ausgeglichen, die der Windkraft entgegenwirken. Spezielle Windsoghaken, etwa von Anbietern wie Naturinform, ermöglichen eine Installation ohne Schrauben: Die Haken werden in vorgebohrte Löcher eingehängt, die Gewichtsauflastung erfolgt flexibel mit handelsüblichen Beton- oder Metallplatten. Weitere Informationen zum kompletten System finden sich etwa unter www.naturinform.de. Ein Aluminium-Systemprofil sorgt dabei für Belüftung unter dem Belag – ein wichtiger Beitrag, um Feuchtigkeitsansammlungen zu reduzieren.

Foto: djd/NaturinForm/C. Boehm/Tobias Vollmer/Andreas Keller

Jürg Westreicher

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