Garten

Mit einer Zisterne im Garten Trinkwasser sparen

Das Sammeln von Regenwasser ist eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung

(djd). Im Garten wird regelmäßig Wasser gebraucht. Um kostbares Trinkwasser zu sparen, kann eine Zisterne eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung sein: Sie sammelt Regenwasser, das sonst ungenutzt in die Kanalisation fließen würde. Je nach Anlage kann es sogar für die Toilette oder Waschmaschine genutzt werden.

Wasser speichern und Kosten senken 

Mit einer Zisterne lässt sich Regenwasser vom Haus- oder Schuppendach auffangen und speichern. Während Regentonnen bei längeren Trockenphasen schnell leer sind, speichern unterirdische Tanks deutlich mehr. „Wasser ist kostbar. Es ist wenig sinnvoll, Blumen mit hochwertig aufbereitetem Trinkwasser zu gießen. Regenwasser ist die bessere Option. Noch dazu mögen Pflanzen Regenwasser oft lieber“, erklärt Jana Arnold vom Forum Trinkwasser. Zudem kann eine Zisterne Geld sparen, da Regenwasser kostenlos ist. Ein Garten benötigt schnell deutlich über 10.000 Liter Wasser im Jahr. Hochgerechnet kommen so spürbare Kosten zusammen. Vielerorts lassen sich zusätzlich die Niederschlagswasserentgelte senken. Ein weiterer Vorteil: Mit entsprechender Filtertechnik kann Zisternenwasser auch für Toilettenspülung oder Waschmaschine genutzt werden.

Die passende Zisterne für den Garten

Betonzisternen gelten als robust und langlebig, müssen aber mit schwerem Gerät eingebaut werden. Kunststoffzisternen sind leichter zu installieren, sollten aber hochwertig verarbeitet sein. Die passende Größe hängt vom Platz, der durchschnittlichen Niederschlagsmenge, der Dach- und Grundstücksfläche sowie der Nutzung ab. Die Kosten sind größenabhängig. In vielen Bundesländern und Kommunen gibt es spezielle Förderprogramme. „Häufig amortisiert sich die Investition bereits nach wenigen Jahren“, so Arnold. Berechnen kann man Zisternengröße und Kosten etwa mit dem Online-Rechner der Regenwasseragentur Berlin. Dort finden sich auch Förderinfos. Der Bau ist meist meldepflichtig, bedarf in der Regel aber keiner Genehmigung. Vor Einbau empfiehlt sich dennoch die Rücksprache mit der örtlichen Verwaltung. 

Unabhängigkeit durch jahrtausendealte Technik

Bei Regen gelangt das Wasser über Fall- und Zuleitungsrohre in die Zisterne und wird dort gespeichert. Schwebstoffe sinken auf den Boden, Filter reinigen das Wasser zusätzlich, bevor es über eine Pumpe genutzt werden kann. Regnet es sehr viel, wird überschüssiges Wasser in die Kanalisation geleitet. „Aufgrund längerer Trockenperioden und stärkerer Hitze durch den Klimawandel bekommen Zisternen eine immer höhere Relevanz“, erklärt Jana Arnold. „Eine Zisterne im Garten schützt aktiv die Trinkwasserressourcen, spart langfristig Geld und macht unabhängiger von Trockenperioden.“

Foto:djd/Forum Trinkwasser/Yulia Zavalishina- stock.adobe.com

 

Jürg Westreicher

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