Der grüne Faden durchs Gartenjahr

Jetzt gilt es, Garten und Balkon mit dem geeigneten Flor auf den Herbst einzustimmen. Daneben sind Aufräumarbeiten angesagt: Laub wird zusammengerecht, Verwelktes entfernt und der Rasen getrimmt. Und nicht vergessen – die Frühlingsblüher kommen jetzt in den Boden.

Jetzt im Garten aktuell

• Trendiges für kühle Tage
Geranien, Fleissige Lieschen und Margeriten sind bald verblüht? Kein Problem: Mit dem Sortiment des im Fachhandel angebotenen «Herbstzauber» schickt man ganz einfach frische Läufer ins Rennen. Der Herbst trumpft mit Stars wie Bronzesegge (Carex petriei), Kiwi-Knöterich (Muehlenbeckia complexa) oder Purpurglöckchen (Heuchera) auf. Der Anblick leuchtend oranger und gelber Chrysanthemen wirkt im Herbst zudem wie eine Vitaminkur. Und Kräuter wie rotblättriger Salbei oder Zitronenthymian machen den Winter dank ihrer Robustheit richtig dufte. Farbe bekennen zudem beerentragende Stauden und Gehölze wie etwa die Scheinbeere oder die Zwergmispel, die man im Frühjahr in den Garten verpflanzen kann. Dankbar ist auch Zierkohl, der nach dem Frost zwar seine Form verliert, jedoch seine Farbe behält. Im Gegensatz zum Sommerflor darf man die Herbststars schön dicht pflanzen, da sie kaum mehr wachsen.

• Quartiere für echte Pfundskerle
Beim Aufräumen des Gartens darf man ruhig auch mal Fünf gerade sein lassen: Müde Gäste wie Igel sind dankbar für einen Haufen Laub, der mit einigen Ästen bedeckt ist, damit sie sich den Winter über kuschelig einrichten können. Auch kleine Wesen wie Florfliegen, Marienkäfer und Wildbienen haben ihre Bedürfnisse, sind aber mit wenig zufrieden: Baumrinde, Totholz und Schlupflöcher in Mauern kommen für sie einem First-Class-Hotel gleich. Die fleissigen Gartenhelfer bedanken sich für Kost und Logis im Frühling mit Raubzügen bei den Schädlingen.

• Frühlingsstars in der Versenkung
Solange der Boden nicht gefroren ist, können die Startlöcher für die Frühlingsblüher gebuddelt werden. Die ersten Akteure fürs kommende Gartenjahr wie Narzissen, Tulpen, Krokus und Schneeglöckchen sind jetzt im Fachhandel erhältlich und werden wie kostbare Schätze im Erdreich vergraben. Am besten verteilt man die Frühjahrsblüher querbeet in der Rabatte oder im Rasen. Damit ein natürliches Bild entsteht, sollte man die Zwiebeln nicht zu regelmässig anordnen. Besser ist es, einfach eine Handvoll auszuwerfen und sie dort einzupflanzen, wo sie liegen bleiben. Um einzelne Knollen zu versenken, ist ein Zwiebelpflanzer aus dem Fachhandel ideal.

• Der Profi-Tipp: Satte Matte
Frisieren, kämmen, trimmen – wer einen erstligareifen Rasen sein Eigen nennt, darf sich bei der Pflege keine Schwächen erlauben. Im Herbst kann man sich jedoch getrost zum Endspurt um die Gunst der Schar diffiziler Halme aufmachen. Zum letzten Mal schneiden sollte man den Rasen je nach Wetter Ende Oktober, zudem werden Trockenschäden vor dem Winter mit einer Nachsaatmischung ausgebessert. Herbstlaub bekommt dem Rasen gar nicht, sondern schneidet ihm die Luft und das Licht ab – eine kaliumbetonte Düngung im Oktober ist das weitaus bessere Doping für die Gräser.

• September-Highlight: Der Gewöhnliche Blutweiderich
Herbstblühende Stauden trumpfen jetzt richtig auf und sorgen mit ihrem reichen Blütenflor für hübsche Abwechslung im Spätsommer. Für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge sind diese Stauden besonders wichtig, da ab August das Nahrungsangebot knapp wird. Zu den Lieblingen aller Insekten zählt der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria). Er lockt von Juli bis Oktober mit signalfarbenen, attraktiven Blüten. Die stattliche Wildstaude zeichnet sich durch einen kräftigen Wuchs aus und steht mit ihrer aussergewöhnlichen Erscheinung am besten als Solitär im Beet. Sie bevorzugt einen eher feuchten Standort – am liebsten in der Nähe eines Teichs.
Bilder & Legendenvorschläge:
(Nutzung ausschliesslich im Rahmen dieses redaktionellen Artikels)

Nr. 1 Tulpen und Frühlingsblüher (Bildquelle: JardinSuisse)
Um im Frühling solch schöne Blumenbeete zu bekommen, müssen jetzt die Tulpenzwiebeln in den Boden und die Frühlingsblüher gepflanzt werden

Nr. 2 Tulpenzwiebeln jetzt Pflanzen (Bildquelle: JardinSuisse)
Jetzt ist es Zeit, um die Tulpenzwiebeln zu pflanzen. Wer’s vergisst bereut’s im Frühling.

Nr. 3 Trendiges für kühle Tage: (Bildquelle: JardinSuisse)
Der Herbst bietet eine grosse Auswahl an robusten Pflanzen in herbstlichen Tönen.

Nr. 4 September-Highlight: (Bildquelle: JardinSuisse)
Als stattlicher Herbstblüher ist der Blutweiderich eine ideale Nektarquelle für Insekten.

Nr. 5 Frühlingsstars in der Versenkung: (Bildquelle: JardinSuisse)
Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse durchbrechen schon im Februar die ersten Schneehürden.

JardinSuisse ist der Unternehmerverband Gärtner Schweiz. Ihm gehören 1700 Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus, der Topflanzen- und Schnittblumenproduktion, der Baumschulproduktion sowie des Gärtnerischen Detailhandels an. Er bietet seinen Mitgliedern eine umfassende Palette an Dienstleistungen. Dazu gehört die Beratung, die Unterstützung bei der Werbung, die Zertifizierung von Produktionsbetrieben und vieles anderes mehr. Der Verband betreut zudem die gärtnerische Berufsbildung von der Grundbildung bis zur Ausbildung zum Gärtnermeister.

Kontakte:
JardinSuisse, Unternehmerverband Gärtner Schweiz
Othmar Ziswiler, Leiter Gärtnerischer Detailhandel, JardinSuisse, Bahnhofstrasse 94, 5000 Aarau, Tel. 044 388 53 00, www.jardinsuisse.ch; medien@jardinsuisse.ch

 

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