Lade Veranstaltungen

Das Ortstockhaus in Braunwald gilt als einer der wichtigsten Zeugen der Moderne im Kanton Glarus und als Pionierbau des «Neuen Bauens» in den Alpen. Allerdings verlor das 1931 vom Architekten Hans Leuzinger entworfene Gebäude nach 85 Jahren Betrieb viele der ursprünglichen Qualitäten: Die dunkelgrau eingefärbten Eternitplatten waren verblasst, der leuchtend rote Anstrich des Dachgebälks liess sich nur noch erahnen und diverse An- und Umbauten hatten die ursprünglich klare Gebäudeform verunklärt.

So wurde das Haus 2016 von den Architekturbüros Althammer Hochuli und Steiger Architekten umfassend und denkmalgerecht saniert. René Hochuli berichtet am Anlass über die vertiefte Studie der Archivgrundlagen, welche eine Wiederherstellung der räumlichen und konstruktiven Qualitäten des Ursprungsbaus in Abstimmung mit einem zeitgemässen Ausbaustandard ermöglichte. Dazu wurden auch die prägnaten Eternitplatten der Fassade erneuert.

Michael Hanak erläutert die architekturhistorische Bedeutung des Baus, der ein programmatischer Vertreter für die regionale Erneuerung der Architektur durch die aufstrebende Moderne der Zwanziger- und Dreissigerjahre des vergangenen Jahrhunderts ist.

Weitere Informationen: https://www.baumuster.ch/