Behaglichkeit muss nicht teuer sein

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Behaglichkeit muss nicht teuer sein

Eine Wärmedämmung am Haus lohnt sich – nicht nur wegen niedrigerer Heizkosten.

(djd). Wenn es draußen frostig wird, wächst der Wunsch nach Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Bei vielen Hauseigentümern weckt der Griff zum Heizungsthermostat allerdings auch das schlechte Gewissen. Schließlich geht in Altbauten ein Großteil der Wärmeenergie über die Fassade, das Dach und die Fenster ungenutzt nach außen verloren. Das Dämmen des Zuhauses macht sich dank eingesparter Heizkosten mit der Zeit von selbst bezahlt – je älter das Gebäude ist, umso schneller, so die Faustformel. Viele Eigenheimbesitzer unterschätzen aber, wie spürbar eine energetische Sanierung auch den Wohnkomfort steigern kann. Gut gedämmte Fassaden sorgen auf der Innenseite für wärmere Wandoberflächen. Dies vermindert auch eine als unangenehm empfundene Luftzirkulation, die bei geheizten Räumen und dabei ausgekühlten Außenwänden entsteht.

Das Haus wird zur Sparbüchse

Wer sich für eine Dämmung entscheidet, profitiert schon in der nächsten Heizsaison gleich in mehrfacher Hinsicht – von einer langfristigen Wertsteigerung der Immobilie ganz zu schweigen. Die Außenwände haben mit über 40 Prozent den größten Flächenanteil an der Gebäudehülle und sind somit im ungedämmten Zustand für kostspielige Wärmeverluste verantwortlich. Durch eine Sanierung lassen sich über die gesamte Nutzungszeit der Immobilie viele tausend Euro sparen. „Die Wärmedämmung ist ein entscheidender Baustein der Gebäudesanierung“, bestätigt etwa Dr. Volker Kienzlen, Leiter der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH. Wie groß die individuellen Einsparmöglichkeiten sind, hängt von vielen Faktoren ab, die nur in einer Analyse vor Ort ermittelt werden können. Faustregel: Je älter das Haus ist, desto mehr Heizenergie wird gespart.

Energieberater zeigt Einsparmöglichkeiten auf

Der erste Weg vor einer Sanierung sollte daher zum Energieberater führen, der das Haus gründlich unter die Lupe nimmt. Gut zu wissen: Bereits die Energieberatung wird mit 60 Prozent der Kosten (bis maximal 800 Euro pro Vor-Ort-Beratung bei Ein- und Zweifamilienhäusern) staatlich bezuschusst. Welche Fördermöglichkeiten für die Sanierung in Anspruch genommen werden können, kann ebenfalls der Energieberater klären. Ansprechpartner aus der eigenen Region findet man etwa mit der Onlinesuche unter www.dämmen-lohnt-sich.de. Naturgemäß interessieren sich Hausbesitzer dafür, wie schnell sich die Sanierung amortisiert. Dies hängt von vielen Aspekten wie Bauzustand, Energiepreisen, Zinsniveau und dem Sanierungsaufwand ab. Bei Häusern, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 errichtet wurden, kann sich die Dämmung der Fassade bei guter Planung und professioneller Ausführung bereits nach durchschnittlich sechs Jahren rechnen.

 

 

2018-12-05T14:27:23+00:00 Kategorien: Rohbau|Tags: , , |