Stellenmeldepflicht

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Stellenmeldepflicht

Per 1. Juli 2018 trat die Stellenmeldepflicht in Kraft, wodurch der Verfassungsartikel zur Steuerung der Zuwanderung, respektive die im Februar 2014 angenommene „Masseneinwanderungsinitiative“ umgesetzt werden soll.

Mit der neuen Stellenmeldepflicht müssen alle offenen Stellen bei Berufen mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit dem RAV gemeldet und dürfen sodann erst fünf Tage später öffentlich ausgeschrieben werden.

Die Stellenmeldepflicht gilt für diejenigen Berufsarten, in denen die Arbeitslosenquote einen Schwellenwert von 8 Prozent und ab dem 1. Januar 2020 einen solchen von 5 Prozent erreicht. In den Berufsarten, wo die Arbeitslosigkeit acht und mehr Prozent beträgt, sind damit die Arbeitgeber neu verpflichtet, alle zu besetzenden Stellen dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden. Daraufhin agiert das RAV als Vermittler und lässt dem Arbeitgeber innert drei Arbeitstagen geeignete Dossiers für die Stellen zukommen. Der Arbeitgeber prüft diese Dossiers und teilt dem RAV mit, welche Kandidatinnen und Kandidaten als geeignet erachtet und zu einem Bewerbungsgespräch oder zur Eignungsabklärung eingeladen werden und ob, ein Kandidat oder eine Kandidatin angestellt wurde.

Das Publikationsverbot beginnt am Arbeitstag nach Versand der Bestätigung, wonach die Stelle im Informationssystem der ALV durch das RAV erfasst worden ist und zwar unabhängig davon, ob die RAV den meldenden Arbeitgebern passende Dossiers übermitteln können oder nicht. Wird eine offene Stelle nicht gemeldet oder die Durchführung eines Bewerbungs- bzw. Eignungsgesprächs unterlassen, kann eine Busse von bis zu 40’000 Franken drohen.

Ziel der Stellenmeldepflicht ist es, den Stellensuchenden einen zeitlichen Vorsprung zu verschaffen, in welchem sie sich auf freie oder freiwerdende Stellen bewerben können.

Weitere Infos: arbeit.swiss

Sandra Burlet, bauenschweiz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-08-22T10:50:25+00:00 Kategorien: Baunews|Tags: , |