Nein zur Mieterverbandsinitiative – HEV unterstützt Kampagne

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Nein zur Mieterverbandsinitiative – HEV unterstützt Kampagne

Am 9. Februar 2020 stimmen wir über die Mieterverbandsinitiative ab. Die Forderungen der Initianten bedeuten quasi eine Verstaatlichung des Schweizer Wohnungsmarktes. Der HEV Schweiz lehnt die Initiative ab und unterstützt die Gegenkampagne „Nein zur Mieterverbandsinitiative“.

Die Initianten fordern eine 10-Prozent Quote für den gemeinnützigen Wohnungsbau in der Bundesverfassung, ein Vorkaufsrecht für Kantone und Gemeinden zugunsten des gemeinnützigen Wohnungsbaus sowie ein Verbot von Mietzinserhöhungen nach subventionierten energetischen Sanierungen.

Quote ist realitätsfern
Pro Jahr wurden in den vergangenen Jahren jeweils etwa 50‘000 neue Wohnungen gebaut. Um die geforderte Quote zu erfüllen, müssten die gemeinnützigen Wohnbauträger also pro Jahr 5‘000 Wohnungen erstellen. Dies erscheint weit entfernt von den vorhandenen Kapazitäten, da der Erfahrungswert der vergangenen Jahre eher bei 1‘500 Wohnungen liegt. „Wenn es zu wenig Genossenschaften gibt, um jährlich 5‘000 Wohnungen zu bauen, müssten allenfalls die Gemeinden einspringen.“, betont NR Hans Egloff, Präsident HEV Schweiz. „Aus unserer Sicht ist der Wohnungsbau aber nicht die Aufgabe des Staates. Dies hat schon in den 90er Jahren einmal nicht funktioniert.“, so Egloff weiter.
Das Thema ist mittlerweile auch in der Immobilienwirtschaft angekommen. Der Gewinner des diesjährigen Trend-Radars an den NZZ Real Estate Days ist ein gemeinsames Projekt von AXA, Renggli AG und der Berner Fachhochschule: In Lenzburg wurde mit einer neuartigen Bautechnik ein Ersatzneubau mit preisgünstigen Wohnungen erstellt. Eine neue 3.5 Zimmer Wohnung im Minergie-Standard wird ab 1‘420 Franken pro Monat vermietet.

Rekordhohe Wohnungsleerstände
Die rekordhohen Wohnungsleerstände – schweizweit stehen über 75‘000 Wohnungen leer – zeigen zudem, dass Wohnraum nicht überall knapp ist. „Es sind längst nicht mehr nur die peripheren Gebiete, in denen Wohnungen leer stehen. Besonders hohe Leerstände finden sich in den Kantonen Solothurn, Aargau, Wallis und Jura. Auch im Thurgau stehen 2.65 Prozent der Wohnungen leer – das sind 3‘575 Wohnungen“, sagt Brigitte Häberli, HEV Schweiz Vizepräsidentin und Ständerätin aus dem Kanton Thurgau.

Bereits stärkere Regulierung für Mehrfamilienhäuser beschlossen
In den Augen des eidgenössischen Finanzdepartements und der Finma ist das bereits jetzt problematisch: Sie haben deshalb diesen Frühling mit einem Vorschlag für die Revision der Eigenmittelverordnung darauf gedrängt, dass die Banken sich besser gegen allfällige Ausfälle von Hypotheken absichern. Als Reaktion hat die Schweizerische Bankiervereinigung ihre Selbstregulierung angepasst. Ab Januar 2020 müssen Eigentümer von Renditeliegenschaften, also von Mehrfamilienhäusern, mehr Eigenkapital einbringen und ihre Hypotheken schneller amortisieren. Bisher ist jedoch die Pipeline auch für das kommende Jahr gut mit Bauprojekten gefüllt, sodass der Wohnungsbestand noch weiter anwachsen dürfte.

Kontakt: info@hev-schweiz.ch
Webseite: https://www.hev-schweiz.ch/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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