Lohnerhebung Bau: Durchschnittslöhne auf Bau steigen um 0.6%

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Lohnerhebung Bau: Durchschnittslöhne auf Bau steigen um 0.6%

Zürich (ots) – Das Bauhauptgewerbe zahlt im Branchenvergleich heute schon die mit Abstand höchsten Handwerkerlöhne. Gemäss Lohnerhebung des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV zahlen die Bauunternehmen 2018 dem Personal, welches dem Landesmantelvertrag (LMV) untersteht, im Durchschnitt freiwillig nochmals 0.6% mehr Lohn als 2017. Dies, obwohl es keine Übereinkunft mit den Gewerkschaften über eine Lohnerhöhung gab. Der Durchschnittslohn beträgt nun mehr als 5800 Franken im Monat. Noch höhere Lohnkosten kann die Branche ohne starke Einbussen bei der Wettbewerbsfähigkeit und damit der Gefährdung von Arbeitsplätzen in der Schweiz kaum verkraften. Dies auch, weil die Unternehmen für die heutige Finanzierung der Frührente Bau zusätzlich nochmals 5.5 Lohnprozente stemmen müssen. Wie die aktuelle Erhebung der Altersstruktur auf dem Bau zeigt, sind leistungsseitige Sanierungsmassnahmen dringend angezeigt.

Der dreizehnmal ausbezahlte Durchschnittslohn des LMV-Personals beträgt dieses Jahr 5804 Franken im Monat, 0.6% mehr als im Vorjahr. Dies geht aus der Lohnerhebung des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) 2018 hervor, die sich auf über 40’000 Lohnmeldungen stützen kann. Seit 2008 kann sich das Baustellenpersonal über einen Kaufkraftzuwachs – also nach Abzug der Inflation – von ansehnlichen acht Prozent erfreuen.

Auch viele Mitarbeitende der untersten Lohnklasse profitieren

Von den Lohnsteigerungen profitierten insbesondere auch die Mitarbeitenden der untersten Lohnklasse C des Landesmantelvertrages. Viele Baumeister haben Mitarbeitende dieser Lohnklasse in die nächsthöhere Lohnklasse B heraufgestuft. In dieser beträgt der Durchschnittslohn fast 5400 Franken – obwohl diese Mitarbeiter weder einen Lehrabschluss, noch eine spezifische Ausbildung absolviert haben. «Die Baumeister zahlen gute und faire Löhne. Das zeigen die Fakten aus der Lohnerhebung. Das müssen auch die Gewerkschaften zur Kenntnis nehmen, bevor sie mit masslosen Forderungen die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze aufs Spiel setzen», sagt SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi.

Demografische Bombe – Stiftung FAR mit grossem Sanierungsbedarf

Mit der Lohnerhebung des Schweizerischen Baumeisterverbandes SBV wird auch die Altersstruktur (http://ots.ch/HuDbuZ) der Mitarbeitenden erhoben. Geburtenstarke Jahrgänge erreichen in den nächsten Jahren das Alter 60. Es gibt weit mehr 50-jährige als 30-jährige Bauarbeiter. Vorübergehend ist dieses demografische Ungleichgewicht dabei kaum: Erst ab dem Jahrgang 1970 sinkt die Zahl der Bauarbeiter wieder leicht. Dies unterstreicht die Dringlichkeit einer leistungsseitigen Sanierung der Frührente Bau.

Die Auswertungen der Lohnerhebung im Detail: http://ots.ch/RMWG17

SBV Schweiz. Baumeisterverband

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-05-18T10:55:11+00:00 Kategorien: Baunews|Tags: , , , , |