Zürich, 30.7.2020 – Bei den Sägereien sind die Rundholzlager momentan randvoll mit Borkenkäfer-Holz. Die Verarbeitung läuft auf Hochtouren und liefert nicht nur Bauholz, sondern auch grosse Mengen an Holzresten. Diese können als Holzpellets CO2-neutrale Wärme liefern.

Stürme wie Burglind anfangs 2018 sowie längere Trockenperioden, wie wir sie aus den letzten Sommern kennen, machen unseren Fichten zu schaffen. Wegen Trockenheit und Windwurf bereits angeschlagene Fichtenwälder – das sind paradiesische Zustände für Borkenkäfer. Der kleine Käfer lebt unter der Rinde der Fichte und kann, bei entsprechend hoher Anzahl, sogar kerngesunde Bäume zum Absterben bringen. Um einer explosionsartigen Verbreitung der Borkenkäfer entgegenzuwirken, wird vom Käfer beschädigtes Holz, auch Käferholz genannt, aus dem Wald entfernt. Es ist auch möglich, die Bäume zu fällen und entrindet im Wald liegen zu lassen. Dies ist jedoch nur eine Notlösung, wenn das Holz nicht verkauft werden kann.

Grosse Mengen an Holzresten
Käferholz ist momentan in grossen Mengen auf dem Holzmarkt zu finden. Die Preise sind tief und die holzverarbeitenden Betriebe haben gemäss der Schweizer Holzmarktkommission volle Rundholzlager und können dieses Käferholz kaum noch aufnehmen. Sägereien können Käferholz grundsätzlich weiterverarbeiten. Gemäss Auskunft aus der Branche fallen dabei aber mehr Holzreste an, da an einem vom Borkenkäfer befallenen Stamm insgesamt mehr abgeschnitten werden muss. Laut einem Bericht der Schweizer Holzmarktkommission wären Schweizer Sägereien momentan froh um Absatzmöglichkeiten für Sägerestholz.

Einheimische und erneuerbare Energie
Eine sinnvolle Verwertung von Sägerestholz ist das Pelletieren. Als Ausgangsmaterial für Holzpellets eignen sich sowohl die Holzreste, die bei den Sägereien anfallen, als auch vom Käfer befallenes Rundholz, das qualitativ nicht als Bauholz infrage kommt. Pelletproduzenten bestätigen, dass der Rohstoff für die Pelletherstellung im grossen Mengen zur Verfügung steht.

Martina Caminada, Geschäftsführerin von proPellets.ch, ruft dazu auf, die Schweizer Holzwirtschaft zu unterstützen und Holz als Energiequelle zu nutzen:
«Das Holz aus unserem Wald ist ein wertvoller Rohstoff. Es ist immer zu empfehlen, beim Kauf von Holz darauf zu achten, dass es aus Schweizer Wäldern stammt. Momentan ist dies aber umso wichtiger. Nutzen wir den Energieträger, der vor unserer Haustüre wächst! Er versorgt uns zuverlässig mit CO2-neutraler Wärme und sichert einheimische Arbeitsplätze.»

Informationen rund um das Heizen mit Pellets finden Sie unter www.propellets.ch

Bild © proPellets.ch