Generalversammlung GKS: Gemeinsam für eine starke Gebäudeklima-Branche

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Generalversammlung GKS: Gemeinsam für eine starke Gebäudeklima-Branche

Rund 50 Vertreter der Gebäudetechnik-Industrie diskutierten an der Generalversammlung von GebäudeKlima Schweiz Mitte Mai die anstehenden Herausforderungen. Trotz weiterhin schwierigem Umfeld schaut die Branche optimistisch in die Zukunft.

«Trotz einer gesunden Konkurrenz: Wenn es um die Gesamtanliegen unserer Branche geht, halten unsere Mitglieder zusammen. Das ist nicht selbstverständlich. Gerade in einer solch herausfordernden Lage», meinte René Schürmann, Präsident von GebäudeKlima Schweiz, an der Generalversammlung der bedeutendste Schweizer Hersteller- und Lieferantenvereinigung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Diese fand Mitte Mai in Regensdorf statt, mit rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Gebäudetechnik-Industrie. In Zeiten von Umweltveränderungen stelle die Politik die Branche mit immer neuen Gesetzen und Verordnungen vor grosse Herausforderungen, führte René Schürmann weiter aus. «Diese sind im Bereich Neubau durch die stete Weiterentwicklung von Innovationen einfacher zu lösen als im Bereich Renovationen. Dort sind eine Vielzahl von anspruchsvollen Einzellösungen erforderlich.» Gleichzeit sei der Sanierungsmarkt zwar nicht mehr rückläufig, stagniere aber auf tiefem Niveau. Nur zusammen könne man dies angehen.

Heizungsersatz meist mit fossiler Energie
So hat sich GKS im Jahr 2017 zu vielen Themen in die öffentliche Diskussion eingebracht, kommentierte zahlreiche Verordnungen, arbeitete Merkblätter zuhanden der Mitglieder aus und begleitete mehrere Diplom- und Semesterarbeiten. Nachdem eine Untersuchung in Deutschland im vergangenen Jahr ausserdem ergab, dass Fernwärme nicht immer die beste Lösung sei, gab GKS nun eine Studie zur ökonomischen und ökologischen Effizienz von Fernwärmeanschlüssen in der Schweiz in Auftrag.

Allgemein aber verläuft der Wandel von fossiler zu erneuerbarer Wärme nur schleppend, vor allem im Renovationsbereich. Schweizweit werden bei reinem Heizungsersatz bei Einfamilienhäusern in über der Hälfte der Fälle erneut fossile Systeme installiert, bei Mehrfamilienhäusern sogar in über zwei Dritteln der Fälle. In ihrer Studie «Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energieträger beim Heizungsersatz» im Auftrag der Energieforschung Stadt Zürich untersuchte Meta Lehmann die Gründe dafür in der Stadt Zürich – und wie die Entscheidungsfindung jeweils abläuft. «Mehr als die Hälfte der befragten Personen haben es gar nicht erst in Betracht gezogen, ihre fossile Heizung durch erneuerbare Energie zu ersetzen», fasste die Ökonomin und Senior Projektleiterin der econcept AG die Resultate an der GKS-Generalversammlung zusammen. Während man bisher dachte und hoffte, dass private Gebäudeeigentümerschaften sich informierten und zwischen den Systemen abwägten, gingen diese meist den einfachsten Weg des Ersatzes wiederum mit einem fossilen System. «Dabei zeigte sich aber auch, dass Hausbesitzer sich stark auf die Empfehlungen der Installateure abstützen. Diese wiederum beraten jedoch meist nur direkt zum angefragten System, beim Heizungsersatz also meist zum fossilen. Hier wäre wichtig, dass Installateure auch erneuerbare Alternativen aufzeigen», zog Meta Lehmann ihr Fazit vor den Anwesenden.

Ausbildung und Smart Grid
Grossen Wert auf bereichsübergreifende Beratungskompetenz legt auch der von GKS 2017 ins Leben gerufene Lehrgang «Fachfrau/Fachmann für Wärmesysteme», der sich innert kürzester Zeit etabliert hat und sich grösster Beliebtheit erfreut. Bereits schlossen 125 Teilnehmende das Grundlagenmodul ab, Anfang 2018 begann die erste französischsprachige Durchführung. Im Frühjahr startete ausserdem das erste Vertiefungsmodul, die Fortsetzung des Lehrgangs. Besonders erfreulich: Da es sich um einen eidgenössisch anerkannten Lehrgang handelt, können Absolventen nach erfolgreichem Bestehen der Berufsprüfung Antrag auf unterstützende Bundesbeiträge stellen.

Nebst dem Ausbildungsbereich möchte sich GKS 2018 thematisch unter anderem vertieft im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz engagieren. Auch einem schweizweit einheitlichen Vollzug bei Feuerungskontrollen will man sich annehmen und zukunftsweisende Themen wie Smart Grid weiterverfolgen. Dies alles mit einem erweiterten Vorstand. So wurden an der Generalversammlung nicht nur Jahresrechnung und Bilanz gutgeheissen, sondern auch zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt: Johannes Bollmann der Zehnder Group sowie Daniel Weltin von Hoval. «Gemeinsam setzen wir uns weiterhin für die Anliegen einer starken Gebäudetechnik-Branche ein», versicherte René Schürmann den Mitgliedern.

www.gebaeudeklima-schweiz.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-05-30T16:25:59+00:00 Kategorien: Baunews|Tags: , , , |