Sommerzeit ist Ferienzeit. Auch wenn Herr und Frau Schweizer ihre Ferien dieses Jahr mehrheitlich zuhause verbringen, bedeutet das nicht, dass sie vor einem Einbruch gefeit sind. Einbrüche finden längst nicht mehr nur in den herbstlichen Abendstunden statt. Eingebrochen wird rund ums Jahr und der Grossteil der Einbrüche in Privat-wohnungen und Häuser wird tagsüber begangen – dann wenn die Bewohner beim Einkaufen, in der Badi oder auf einem Tagesauflug sind.

Lautlos und schnell – Einbrecher wollen möglichst schnell, unauffällig und leise ihr Werk ver-richten. Aus diesem Grund werden meist einfache Hebelwerkzeuge wie zum Beispiel ein Schraubenzieher zur Verübung des Einbruchs gewählt.

Einbruchsrisiko senken
Einbrüche lassen sich zwar nicht ganz verhindern, durch einfache Massnahmen und Verhal-tensweisen aber merklich senken. Bewohner sollten Schwachstellen beseitigen. Fenster und Türen ohne Zusatzsicherungen lassen sich mit einem Schraubenzieher erstaunlich einfach aufhebeln. Türen mit Mehrpunkteverriegelungen sind nicht so einfach auszuhebeln und eine gute Schliessanlage verhindert, dass das Schloss im Nu aufgebrochen wird. Weiter sollten auch Lichtschächte mit stabilen Gittern versehen und allfällige Nebenräume (wie Keller und Garagen) in die Sicherheitsplanung miteinbezogen werden. Fenster werden zumeist an ihren Schwachstellen aufgedrückt und sollten daher mit abschliessbaren Fenstergriffen versehen werden. Lassen sie die Fenster auch nicht gekippt oder angelehnt. Ein gekipptes Fenster bietet keinen Einbruchschutz und kann im Handumdrehen geöffnet werden. Einbruchsprä-vention fängt beim eigenen Verhalten an. Vorhänge und Fensterläden verhindern das Be-obachten des Tagesrhythmus. Für potenzielle Einbrecher sollte eine Abwesenheit nicht leicht zu erkennen sein. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Prävention ist die Beleuchtung der Liegenschaft. Ein Timer, der in unregelmässigen Abständen das Licht einschaltet oder ein TV-Simulator lassen das Zuhause bewohnt wirken. Nicht zu unterschätzen ist zudem eine gute Nachbarschaft. Sie stellt eine weitere effektive Hürde gegen Einbrüche dar. Informieren Sie daher Ihre Nachbarn über ihre Abwesenheit und halten Sie sich gegenseitig über merk-würdige Beobachtungen auf dem Laufenden. Bei längeren Abwesenheiten kann es sinnvoll sein, wenn ein Nachbar regelmässig den Briefkasten leert und das Zuhause kontrolliert. Denn nebst dem materiellen Verlust bleibt oft auch das schlechte Gefühl zurück. Meist dau-ert es lange, bis sich die Bewohner in ihrem Zuhause wieder wohl und sicher fühlen.

Zusammengefasst
Meist genügen bereits einfache Vorkehrungen und Verhaltensweisen, um Diebe abzuhalten.

  • Alle Türen und Fenster – auch Oberlichter – abschliessen
  • Das Zuhause bewohnt wirken lassen (z.B. durch TV-Simulator)
  • Nachbarn über die Abwesenheit informieren
  • Keine Mitteilung auf dem Anrufbeantworter oder in Social Media (z.B. Facebook) hin-terlassen
  • Briefkasten regelmässig leeren oder Post zurückbehalten/umleiten lassen
  • Keine Reserveschlüssel unter Türvorlegern, im Blumentopf oder an einer sonst ein-fach zugänglichen Stelle hinterlegen
  • Bei verdächtigen Vorkommnissen sofort die Polizei verständigen

Weitere Informationen: https://www.hev-schweiz.ch/wohnen/sicherheit/einbruchschutz/