Die Mietpreise geraten weiter ins Rutschen

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Die Mietpreise geraten weiter ins Rutschen

Swiss Real Estate Offer Index
 
Die Angebotsmieten sind im vergangenen Monat erneut um 0,5 Prozent günstiger geworden. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Swiss Real Estate Offer Index. Die Preise für Einfamilienhäuser sind hingegen mit 1,9 Prozent deutlich angestiegen, während die Preise für Stockwerkeigentum wiederum gesunken sind.

2’178 Franken Monatsmiete werden derzeit für eine durchschnittliche Wohnung mit einer Fläche von 100 m2 in der Schweiz verlangt. Dies zeigt der von ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index. Die Mietpreise sind damit im August erneut gesunken und liegen 0,5 Prozent tiefer als im Vormonat Juli. «Doch trotz des aktuellen Rückgangs können sich Mieter noch nicht uneingeschränkt freuen», kommentiert Martin Waeber, Director von ImmoScout24, die momentane Lage. Denn auf Jahresbasis beträgt das Mietpreiswachstum insgesamt 0,5 Prozent. Doch hat Waeber eine gute Nachricht für Mieter: «Dass die Zunahme in den verbleibenden Monaten bestehen bleibt oder sogar noch anwächst, ist eher fraglich. Die Zahl leerstehender Wohnungen dürfte im laufenden Jahr weiter steigen und damit Mietpreiskorrekturen nach sich ziehen. Die Resultate der landesweiten Leerwohnungszählung 2018 werden zwar erst Mitte September veröffentlicht. Als Gradmesser gelten allerdings die bereits publizierten Werte des Kantons Zürich. Diese lassen eine erneute, schweizweite Zunahme der Leerwohnungsziffer erwarten. Und damit verbunden ein tendenzieller Rückgang der Mietpreise.»
 
Die Mietpreisentwicklung zeigt aktuell je nach Landesteil grosse Unterschiede. Besonders in der Region Zürich (-0,2 Prozent), in der Zentralschweiz (-2,3 Prozent) und im Tessin (-3,3 Prozent) sind – teilweise substanzielle – Rückgänge zu beobachten. In der Genferseeregion (+0,2 Prozent), im Mittelland (+0,4 Prozent) und in der Nordwestschweiz (+0,3 Prozent) sind die Mieten hingegen leicht gestiegen.

Einfamilienhäuser werden wieder begehrter

Nachdem die Angebotspreise für Einfamilienhäuser über mehrere Monate relativ konstant geblieben sind, zeigt sich im August ein deutlicher Anstieg von 1,9 Prozent. Im schweizweiten Durchschnitt kostet ein Quadratmeter Nettowohnfläche somit 6’262 Franken. Dies stellt im laufenden Jahr 2018 zwar einen Höchststand dar, liegt aber dennoch gut 20 Franken unter dem Wert vor zwölf Monaten (6’284 Franken/m2). So stehen die Zeichen bei der Jahresbetrachtung mit einem Minus von 0,3 Prozent nach wie vor auf leichtem Rückgang.
 
Die geforderten Preise für Eigentumswohnungen im August sind hingegen mit einem Minus von 0,9 Prozent erneut gesunken. Für einen Quadratmeter Stockwerkeigentum wird im Schweizer Durchschnitt 6’957 Franken verlangt. Dies sind beinahe 210 Franken weniger als noch vor einem Jahr. Werden die vergangenen zwölf Monate betrachtet, so zeigt sich ein Preisrückgang von 2,9 Prozent.
 
«Ungeachtet dieser gegenläufigen Entwicklung bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen könnte Wohneigentum in der Schweiz bald generell attraktiver werden», prognostiziert der Immobilienexperte Martin Waeber. «Die zuständige Kommission des Schweizer Nationalrats hat im August einem Entwurf zur Abschaffung des Eigenmietwerts zugestimmt. Sobald sich das Parlament auf eine Gesetzesvorlage einigt, dürfte die vieldiskutierte Steuer auf selbstgenutzten Wohnraum wegfallen. Gleichzeitig aber könnten – gemäss heutigem Stand – Unterhaltskosten und Hypothekarzinsen in Zukunft nur noch begrenzt von den Steuern abgezogen werden», sagt Waeber weiter.

Der Swiss Real Estate Offer Index wird auf den Webseiten von ImmoScout24 und der IAZI AG publiziert.

www.immoscout24.ch/immobilienindex

www.iazi.ch/angebotsindizes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-09-06T17:04:04+00:00 Kategorien: Baunews|Tags: , |