Immobilien sind sehr unterschiedlich und werden vergleichsweise selten gehandelt. Zudem verändert sich ihr Wert im Laufe der Zeit. Eigentümer sind daher gut beraten, in eine professionelle Immobilienschätzung zu investieren. In der Broschüre «Immobilienbewertung» wird einfach verständlich erklärt, welche Faktoren den Preis beeinflussen und welche Methoden für die Preisschätzung eingesetzt werden.

Viele Haus- und Wohnungseigentümer kennen den Wert ihrer Immobilie nicht genau. In der Regel ist ihnen nur der Kaufpreis, welchen sie ursprünglich bezahlt haben oder auch der Steuerwert bekannt. Dies hat eine Umfrage des VZ Vermögenszentrums im Frühling 2018 ergeben. Etwa die Hälfte der Befragten schätzten den Wert ihres Hauses mehr als 10 Prozent zu tief ein. Weitere 15 Prozent schätzen den Wert ihrer Immobilien höher ein, als er tatsächlich ist.

Falsche Einschätzung kostet viel
Wer plant, sein Haus oder seine Wohnung zu verkaufen, tut gut daran, den Wert seiner Immobilie auf professionelle Art und Weise zu ermitteln. Andernfalls entgehen einem schnell einige zehntausend Franken. Hat das Haus beispielsweise einen Wert von einer Million Franken und schätzt man den Wert um 10 Prozent zu tief ein, entgehen einem 100‘000 Franken.

Deswegen braucht es eine professionelle Schätzung
Immobilien werden im Vergleich zu anderen Gütern eher selten gehandelt. Während Industriegüter wie beispielsweise Autos in grossen Mengen hergestellt werden und mehrere tausend Exemplare des gleichen Modells produziert werden, unterscheidet sich jedes Haus von anderen Häusern. Dies nicht nur in der Grösse und im Baustil, sondern auch durch die geografische Lage, die den Wert von Immobilien stark beeinflusst. Weil nur relativ wenige Transaktionen erfolgen und die Objekte schlecht miteinander verglichen werden können, wird es anspruchsvoll, die Preise direkt miteinander zu vergleichen und daraus den Wert einer Immobilie abzuleiten. Die tatsächlich bezahlten Preise sind meist auch nicht öffentlich, was einen Vergleich ebenfalls erschwert. Aus diesen Gründen, wird der Wert von Immobilien durch verschiedene Verfahren geschätzt. Je nach Situation und Ziel der Schätzung, werden unterschiedliche Werte geschätzt und es kommen unterschiedliche Bewertungsmethoden zum Einsatz.

Diese Faktoren beeinflussen den Preis
Verschiedene Faktoren beeinflussen, wie sich die Immobilienpreise entwickeln. Die allerwichtigste Einflussgrösse ist die Lage: Eine Wohnung an begehrter Lage, beispielsweise im Stadtzentrum von Bern, kostet mehr als eine auf dem Land, weit entfernt vom Zentrum. Aber auch politische Entscheide haben einen Einfluss auf den Wert: Wird die günstige Wohnung auf dem Land plötzlich durch eine neue Bahnlinie erschlossen, erhöht sich der Preis, da sie nun besser erreichbar ist. Die Höhe der Hypothekarzinsen spielt ebenfalls eine Rolle: durch die Tiefzinspolitik der Nationalbank wurden die Hypothekarzinsen so günstig, dass die Nachfrage nach Immobilien stark anstieg. Damit stiegen auch die Immobilienpreise an. Da sich viele dieser Einflussfaktoren immer wieder verändern, verändern sich die Immobilienpreise im Laufe der Zeit. Vor einem Kauf- oder Verkauf, aber auch für andere Zwecke, ist es daher unabdingbar, den aktuellen Preis einer Liegenschaft professionell schätzen zu lassen. Ebenfalls sollte bedacht werden, dass eine Schätzung nur für einen begrenzten Zeitraum gültig ist.

Bildquelle: HEV Schweiz

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