Betreibungsauskunft weiterhin mangelhaft

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Betreibungsauskunft weiterhin mangelhaft

Der Bundesrat hat sich an seiner Sitzung vom 4. Juli 2018 gegen eine Vernetzung der Betreibungsregister ausgesprochen. Damit wird es weiterhin keine gesamtschweizeri-schen Betreibungsregisterauskünfte geben. Die Absage des Bundesrates ist für den HEV Schweiz nicht nachvollziehbar und missachtet das Praxisbedürfnis.

Der HEV Schweiz unterstützte in den vergangenen Jahren eine Reihe von politischen Vor-stössen, die eine Verbesserung der Aussagekraft der Betreibungsregisterauskünfte forder-ten. Der Verband bedauert, dass der Bundesrat in seinem Bericht grundsätzlich zu dem Schluss gekommen ist, dass die Vernetzung sämtlicher Register und die Schaffung einer schweizweiten Betreibungsauskunft nicht möglich sind. Nationalrat Hans Egloff, Präsident HEV Schweiz, zeigt sich enttäuscht: „Für Immobilieneigentümer spielt der Betreibungsregis-terauszug eine äusserst wichtige Rolle und es besteht ein grosses Praxisbedürfnis nach ei-ner einheitlichen Regelung, um Missbräuche zu verhindern. Es wäre dringend an der Zeit, die Aussagekraft der Auszüge zu stärken.“

Eine sichere Abklärung der Zahlungsfähigkeit künftiger Vertragspartner ist durch die heutige Regelung nicht gewährleistet. Insbesondere für Vermieter ist die Prüfung des Betreibungsre-gisterauszugs oftmals die einzige Möglichkeit, die Zahlungsfähigkeit von Mietinteressenten schnell und zuverlässig abzuklären. Zum heutigen Zeitpunkt hat der Betreibungsregisteraus-zug leider nur beschränkte Aussagekraft, da nur Betreibungen aus der aktuellen Wohnge-meinde aufgeführt werden. Die Schaffung eines schweizweiten Betreibungsregisterauszugs und die Vernetzung der Betreibungsregister hätten dem Schuldnertourismus Einhalt geboten und das Risiko von Zahlungsausfällen gesenkt.

Kontakt: HEV Schweiz (info@hev-schweiz.ch)
Webseite: https://www.hev-schweiz.ch/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-07-06T13:08:00+00:00 Kategorien: Baunews|Tags: , , |