Wohnraumförderung

Wohnraumförderung

WOHNEN SCHWEIZ – Verband der Baugenossenschaften unterstützt den Vorschlag des Bundesrates, den Fonds de Roulements für die Gewährung verzinslicher Darlehen an gemeinnützige Wohnbauträger mit einem neuen Rahmenkredit in der Höhe von 250 Mio. Franken aufzustocken. Der Verband sieht
den kommunizierten Betrag als Minimum, welches für die kontinuierliche Weiterführung dieses bewährten und zentralen Finanzierungs instrumentes zugunsten des preisgünstigen Wohnungsbaus auf Bundes- ebene notwendig ist.
 
Hauptinstrument zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus
Die Bundesverfassung verpflichtet den Bund, den preisgünstigen Wohnraum zu fördern. Der Fonds de Roulement stellt neben Bürgschaften das einzige Förderinstrument des Bundes dar. Es gilt, dieses weiterzuführen und zusätzlich zu alimentieren. Ende 2017 wird der aktuell mit 510 Mio. Franken
dotierte Fonds de Roulement ausgeschöpft sein „Würde auf eine weitere Dotierung des Rahmenkredits zugunsten des bewährten Fonds de Roulement verzichtet, müsste konsequenterweise die Rolle des Bundes bei der Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus grundsätzlich infrage gestellt werden“ , gibt Daniel Burri, Präsident WOHNEN SCHWEIZ, zu bedenken. „ In diesem Fall käme der Bund seinem Auftrag gemäss Bundesverfassung und Wohnraumförderungsgesetzgebung nicht mehr nach und es müssten neue Lösungen gefunden oder aber konsequenterweise Art. 108 der Bundesverfassung
ersatzlos gestrichen werden.
 
Mindestens 250 Mio. Franken sind notwendig
Mit dem Fonds de Roulement konnten seit Inkrafttreten des Wohnraumförderungsgesetzes WFG im Jahre 2003 durchschnittlich rund 1500 Wohnungen pro Jahr mitfinanziert werden. Mit dem im Rahmen der jährlichen Kredit amortisationen zurückfliessenden Kapital könnten jedoch ab dem Jahr 2018 nur noch ca. 800 Wohnungen, also rund die Hälfte des Bedarfs, unterstützt werden. „Dies hätte zur Folge, dass zukünftig viele förderungswürdige Gesuche abgelehnt werden müssten“, betont Daniel Burri.
 
Weitere Forderungen von WOHNEN SCHWEIZ
WOHNEN SCHWEIZ erwartet, dass der Bund beim Verkauf von für den preisgünstigen Wohnungsbau geeigneten Grundstücken im Besitz bundesnaher Betriebe den Kantonen und Gemeinden ein Vorkaufsrecht einräumt. Weiter muss der preisgünstige Wohnungsbau als raumplanerisches Instrument zur Wohnraumversorgung im Rahmen der anstehenden zweiten Revision des Raumplanungsgesetzes angemessen Eingang finden.
 
2018-03-12T13:02:27+00:00 Kategorien: Baunews-Archiv|Tags: , , |