Immobilienboom mit Nebenwirkungen

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Immobilienboom mit Nebenwirkungen

Wer zur Zeit baut, lernt auch die Schattenseiten des Marktes kennen

(djd). Häuser und Grundstücke sind teuer und rar – doch nicht nur deshalb birgt der heiß umkämpfte Immobilienmarkt Risiken für Verbraucher. Denn auch die Bauunternehmer und Handwerksbetriebe sind oft bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgebucht. „Zur Zeit kommt so gut wie jede Firma zum Zug“, sagt Dipl.-Ing. Andreas May aus München. Oft hätten die Bauherren wenig Auswahl und nähmen, wen sie kriegen könnten. Andreas May ist Bauherrenberater bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. und kennt die aus dem Boom erwachsenden Probleme aus der Praxis.

Lange Kommunikationsketten durch Subunternehmen

Der Experte hat beobachtet, dass sich Bauherren bei einem Auftrag nicht immer sicher sein können, wen sie letztlich auf der Baustelle antreffen. Wegen der hohen Auslastung beschäftigen Unternehmer Subunternehmen, und diese in vielen Fällen weitere Sub- und Sub-Sub-Unternehmen. Dadurch kann es zu langen Kommunikationsketten und in der Folge zu Missverständnissen und Baumängeln kommen. Andreas May empfiehlt Bauherren, deshalb auf jeden Fall ausreichende Zeitpuffer einzuplanen. Denn so hätten Bauzeitverzögerungen oder nachträgliche Mängelbeseitigungen keine unangenehmen Nebenwirkungen, wenn etwa die vorige Wohnung bereits gekündigt, das neue Haus aber noch nicht fertiggestellt sei. „Durch verspätet eingebrachte Gewerke können weitere Probleme entstehen, wenn beispielsweise der Estrich noch nicht getrocknet ist und bereits der Bodenleger anrückt“, warnt May. Spätere Feuchteschäden seien damit fast programmiert.

Baupartner sorgfältig auswählen und Zeitpuffer einplanen

Einen generellen Ausweg aus den Risiken des boomenden Baumarkts sieht Andreas May nicht: „Es kann sich aber lohnen, künftige Baupartner genau unter die Lupe zu nehmen, zum Beispiel mit einer Wirtschaftsauskunft bei Creditreform, die Mitglieder des BSB zu günstigen Konditionen erhalten.“ Zudem sei es oft sinnvoll, regionale, gut etablierte Baufirmen anzufragen, die über ein stabiles Netzwerk von Partnerfirmen in der Region verfügen.

Text: Pressetreff.de

Bildquelle: Bauherren-Schutzbund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-03-12T14:55:17+00:00 Kategorien: Baunews-Archiv|Tags: , |