Den Wärmemarkt Schweiz mitgestalten

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Den Wärmemarkt Schweiz mitgestalten

Die FWS verstärkt ihre Zusammenarbeit mit Verbänden, die ähnliche Interessen haben. Eindrücke davon erhielten die rund 70 Teilnehmenden der Vereinsversammlung vom 10. Mai 2017 in Bern. Es war die letzte mit Peter Bieri als Präsident: Er übergibt sein Amt an den Freiburger Ständerat Beat Vonlanthen, einen profunden Kenner der Schweizer Energieszene.

Dass es Zeit sei für einen Wechsel, sehe man schon allein an seinem Outfit, sagte Peter Bieri, Präsident der FWS, gut gelaunt zum Auftakt der Vereinsversammlung am 10. Mai 2017 im Hotel Bern. Er moderierte seine 17. und letzte Vereinsversammlung mit dem Arm im Gips. Der scheidende Präsident begrüsste rund 70 Mitglieder der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS, geladene Gäste und Referenten. Sein Nachfolger ist der Freiburger Jurist und Ständerat Beat Vonlanthen. Er wurde von der Versammlung einstimmig gewählt. Beat Vonlanthen war bis Ende letzten Jahres Präsident der kantonalen Energiedirektoren-Konferenz und ist Mitglied der ständerätlichen Kommission UREK. Diese ist zuständig für die Energiepolitik des Bundes.

Die Wärmepumpe als Schlüsseltechnologie für das Erreichen der Energieziele

Der Wechsel im Präsidium bot Anlass für einen kurzen Rückblick auf die Marktentwicklung der Wärmepumpe in der Schweiz. Im Jahr 2000 wurden in unserem Land jährlich rund 6500 Wärmepumpen verkauft. Danach stiegen die Verkaufszahlen ständig, bis zu ihrem Höhepunkt im Jahr 2008 mit 20’500 Exemplaren. Letztes Jahr waren es 18’500 – die Zahlen sind also leicht rückläufig.  Peter Bieri sieht darin keinen Grund zur Sorge: Die Wärmepumpe ist eine Schlüsseltechnologie für das Erreichen der Energie- und Klimaziele des Bundes, denn die Gebäude schlagen mit einem bedeutenden Anteil am Gesamtenergieverbrauch zu Buche. Entsprechend gross sind hier die Sparmöglichkeiten – und die Marktchancen: «Ich kann mir vorstellen, dass sich der Verkauf von Wärmepumpen für die Heizungsanwendung in den nächsten zehn Jahren auf dreissigtausend Stück pro Jahr steigern wird», wagte er eine Prognose.

«Man kann wachsen und gleichzeitig den Energieverbrauch senken»

Zügig führte Peter Bieri die Versammlung durch Gesamterneuerungswahlen, Statutenanpassungen und Mitgliederbeiträge. Im Anschluss an die Vereinsgeschäfte begrüssten die Anwesenden Benoît Revaz, den Direktor des Bundesamts für Energie. Er zeigte in seinem Referat Chancen und Herausforderungen für den Wärmemarkt Schweiz auf und attestierte der Wärmepumpe ein grosses Potenzial. Die Schweiz importiere 75 Prozent ihrer Energie und zahle dafür 25 bis 30 Milliarden Franken jährlich, so Benoît Revaz. In den letzten Jahren hätten sich Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum entkoppelt: «Man kann also wachsen und gleichzeitig den Energieverbrauch senken», betonte der BFE-Direktor.

Die Mittagspause bot Gelegenheit zum Austausch der Mitglieder untereinander. Beat Vonlanthen sieht darin einen wichtigen Mehrwert, den die Fachvereinigung ihren Mitgliedern bietet: «Die FWS ist eine etablierte, breit aufgestellte Organisation, die alle Akteure der Branche miteinbezieht. Unsere Mitglieder sind Teil eines gut organisierten Netzwerks und stets auf dem neusten Stand punkto Technik, Produkte und Rahmenbedingungen.»

Grosses Potenzial beim Heizungsersatz

Die Kooperation innerhalb der Branche war denn auch das Thema der FWS-Tagung am Nachmittag. Befreundete Verbände stellten ihre Aktivitäten vor, wiesen auf gemeinsame Interessen und Berührungspunkte hin und zeigten Synergien auf. Die Referenten skizzierten die Chancen, die sich heute und in Zukunft den Mitgliedern der FWS eröffnen – insbesondere im Hinblick auf technische Entwicklungen. Regelrechte Dream-Teams bildet die Wärmepumpe mit der Photovoltaik und dem Baustandard Minergie. Letzterer verlangt im Rahmen seiner Neuausrichtung die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien. Man erwartet, dass der fossile Anteil grösstenteils durch Wärmepumpen ersetzt wird. Hier liegt für die umweltfreundliche Heizung ein grosses Potenzial.

Webseite: http://www.fws.ch
Kontakt: claudia.mueller@fws.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018-03-12T13:10:30+00:00 Kategorien: Baunews-Archiv|Tags: , |