Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

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Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

 

Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

Die Ansprüche an die Haustechnik steigen bei Neubau und Modernisierung

Ob im Neubau oder in der Modernisierung von Altbauten: Die Themen Energieeffizienz und Haustechnik spielen bei Bauherren und Hauseigentümern eine wichtige Rolle. Auf der einen Seite gilt es heute, strenge Auflagen zum Beispiel aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) einzuhalten. Auf der anderen Seite haben Immobilieneigentümer auch ein wirtschaftliches Interesse daran, dauerhaft möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Last not least ist die Heiz- und Haustechnik entscheidend dafür, wieviel Wohnkomfort ein Gebäude bietet. „Bereits innerhalb der nächsten Dekade sollen Häuser einen Energiebedarf nahe Null haben“, sagt Florian Becker, Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Laut Becker bedingt das einen grundlegenden Wandel – Häuser werden vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger.

Energieverbrauch, Klimafreundlichkeit und Wohnkomfort verbessern

Um die Ziele geringer Energieverbrauch, Klimafreundlichkeit und Wohnkomfort gleichermaßen zu erreichen, liegen die Anforderungen an die Gebäudehülle und die Gebäudetechnik heute um ein Vielfaches höher als noch vor 20 oder 30 Jahren. Heizungs- und Warmwassertechnik, Lüftung und Energieerzeugung beispielsweise über Solarthermie oder Photovoltaik müssen individuell auf die Gegebenheiten des Grundstücks und des Gebäudes sowie auf die Gewohnheiten und Ansprüche der Bewohner abgestimmt sein. Grundlageninfos zur Entscheidungsfindung liefert zum Beispiel der Ratgeber „Energieeffizienz und Energieerzeugung – Grundwissen und Innovationen“, der unter www.bsb-ev.de kostenfrei bestellt werden kann.

Mit unabhängiger Beratung sicher ans Ziel

Erste Orientierung bieten die aktuellen Gebäudestandards. Die Bezeichnung Passivhaus steht für Gebäude mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Beim Niedrigstenergiehaus muss der Energiebedarf nahe Null liegen. Im Nullenergiehaus gleichen sich von außen bezogene und selbst erzeugte Energie aus. Und das Plusenergiehaus setzt auf 100 Prozent regenerative Energien und erzeugt mehr Energie, als es selbst verbraucht. „Welchen Standard man anstrebt, hängt von den eigenen Wünschen, aber auch vom verfügbaren Budget ab“, sagt Becker. Er rät, im Vorfeld einen unabhängigen Sachverständigen, zum Beispiel einen BSB-Bauherrenberater, mit ins Boot zu nehmen.

Energieverbrauch fürs Wohnen: Auch die „graue Energie“ zählt

Geht es um den Energieverbrauch privater Wohnhäuser, ist meist nur von Heizung und Warmwasser die Rede. In letzter Zeit rückt die sogenannte „graue Energie“ stärker in den Fokus. Sie beschreibt die im Haus versteckte Energie für Rohstoffgewinnung, Transport, Herstellung, Verarbeitung, Lagerung und Entsorgung aller im Haus verbauter Materialien. In Häusern mit sehr gutem Energiestandard spielt sie in einer Lebenszyklusbetrachtung eine wichtige Rolle. Mit der Auswahl der Baumaterialien etwa durch recyclingfähige oder standortnah verfügbare Werkstoffe hat der Bauherr einen Einfluss auf diesen Aspekt.

 

2019-05-03T15:06:11+02:00 Kategorien: Haustechnik|Tags: , , , , |

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