Zauber der Herbstfärbung

>>Zauber der Herbstfärbung

Zauber der Herbstfärbung

Im Herbst haben viele Pflanzen nochmals einen Höhepunkt, bevor sie endgültig in die Winterruhe gehen. Die Herbstfärbung ist ein Schauspiel, welches jährlich wiederkehrt und die Leute begeistert. Die Farben reichen in Schattierungen von gelb über ocker, orange bis zu dunkelrot. Es gibt aber auch Pflanzen, welche ihre Blätter nicht verfärben, d. h. grün fallen lassen oder eine Farbe bekommen, welche für unsere Augen nicht attraktiv wirkt. Die Herbstfärbung ist ein Gestaltungselement, welches bei der Gartenplanung unbedingt berücksichtigt werden sollte. Nur so haben Sie im Herbst einen zusätzlichen Höhepunkt. Selbstverständlich spielt die Witterung eine entscheidende Rolle, ob die Herbstfärbung ausgeprägt und anhaltend ist, oder ob sie schwach und kurz ausfällt. Das kann sich von Jahr zu Jahr verändern und ist nicht beeinflussbar. Das nähere Umfeld hingegen ist bei der Gartenplanung, respektive Pflanzung und Pflege beeinflussbar. Es sind dies in erster Linie Standort, Düngung und Wasserversorgung. Tatsache ist, dass Pflanzen, welche gut besonnt sind, schwach gedüngt werden und eher auf der trockenen Seite gehalten werden eine schöne Herbstfärbung entwickeln.

In den folgenden Kapiteln finden Sie weitergehende Hinweise, damit auch Ihr Garten im Herbst glüht.

Warum gibt es eine Herbstfärbung?

Die laubabwerfenden Gehölze bilden im Herbst eine besondere Trennschicht zwischen dem Zweig und dem Blattstiel. Das passiert nicht plötzlich, sondern geht langsam vonstatten. Somit wird die Feuchtigkeitszufuhr (Saftstrom) nicht sofort unterbrochen.

Während dieser Phase zieht die Pflanze die „lebenden“ Teile des Blattes sowie die für sie wertvollen Aufbaustoffe zurück und lagert sie im Holz ein. Zurück bleiben verschiedene Stoffe, welche die Herbstfärbung verursachen. Z. B. sind die Xanthophylle und die Karotine für die gelben und orangefarbenen Tönungen verantwortlich. Die roten Pigmente verursacht das Anthocyan, welches im Herbst durch Stoffwechseländerungen im Blatt entstehen. Die Neigung zur Herbstfärbung ist genetisch festgelegt. Pflanzen, welche immer grüne Blätter abwerfen, lassen sich durch noch so günstige Bedingungen zu keiner spektakulären Herbstfärbung verleiten.
Interessant ist, dass der Laubfall bei Fraxinus (Esche), Fagus (Buche) und Carpinus (Hainbuche) stets an der Spitze der Zweige beginnt. Bei Salix (Weide), Tilia (Linde) und Populus (Pappel) hingegen immer nahe am Stamm.

Herbstfärbung ist teilweise beeinflussbar

Das Wetter können wir nicht beeinflussen. Bezogen auf die Herbstfärbung heisst das, dass z. B. ein starker Frühfrost die ganze Pracht gar nie aufkommen lässt oder schnell zerstört. Auch starke Herbststürme lassen manchmal die Blätter für uns zu früh von den Bäumen fallen.

Trotzdem gibt es ein paar natürliche Tricks, wie die Herbstfärbung intensiviert und teilweise auch verlängert werden kann.

  1. Pflanzen schwach düngen, resp. in magere Böden pflanzen
  2. Pflanzen eher an sonnigen Lagen pflanzen, als in den Schatten
  3. Trockene Standorte sind feuchten vorzuziehen, d. h. allfällige zusätzliche Wassergaben zurückhaltend einsetzen
  4. Windgeschützte Standorte auswählen (Westwind und Bise)
  5. Ältere Pflanzen haben eine ausgeprägte Herbstfärbung als jüngere

Herbstfärbung als Gestaltungselement

Die Herbstfärbung als Gestaltungselement eröffnet dem Gartenplaner Möglichkeiten, welche mit Blüten zu dieser Jahreszeit nie erreicht werden könnten. Der Herbst ist, im Besonderen im Gehölzbereich, relativ arm an blühenden Arten. Darum ist es eine willkommene Gelegenheit, mit herbstfärbenden Pflanzen nochmals einen Höhepunkt vor der Winterruhe zu erreichen. Die Kombination verschiedener Pflanzen ist relativ einfach, weil die verschienenen Farbtöne der verfärbten Blätter alle im Bereich von gelb, ocker, orange bis rot liegen. Die meisten Farbtöne sind relativ warm, was sowieso eine gute Anpassung ergibt.

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Bildquelle: hauenstein-rafz.ch

2018-06-18T16:58:11+00:00 Kategorien: Garten|Tags: , , |